Es war einmal

Kollaps. Von Diamond. JPod. Von Coupland. Sie stehen beide in meinem Regal. Teil meiner Identität, Bücher, die jemanden prägten. Mich. Ich habe sie noch nicht gelesen. Die Bücher stehen neben Kant, eine Einführung, und History of the World in dem Regal, in dem nur von mir ungelesene, jedoch noch zu lesende Bücher stehen. Ich will diese Bücher lesen, ich habe sie bereits gekauft. Doch komme ich nicht dazu. Über dem Regalbrett, auf dem die Ungelesenen stehen, findet sich eine Salzkristalllampe (drei mal “l”), die ein gelb-orangenes Licht ausstrahlt. Ordner mit zahlreichen DinA4-Dokumenten, die noch einige Jahre aufbewahrt werden müssen.

Ganz unten: gelesene Bücher, wie verflossene Geliebte, ein Schattenleben führend, stehen sie da, erledigt, gelesen, manchmal verstanden, auf jeden Fall verdaut.

Ganz oben eine Weltkugel. Auf dem Regal, neben einer Flasche, nein, drei Flaschen besonderem Wein. Wieso besonders? Es könnte auch ein anderer Wein sein. Doch die Erlebnisse, die ich damit verbinde, wie auch C., O. und meine Mutter machen Ménage à trois zu einem besonderen Wein. Dunkelrot, kein Licht reflektierend, steht er in der Ecke auf dem Regal und erzählt eine Geschichte. Sie muss erzählt werden. Was ist der Mensch außer Geschichten? Über seine Vergangenheit, seine Historie, seine Kindheit, seine Erlebnisse, sein was er alles ist. Homo sapiens sapiens? Da dies keine befriedigende Antwort ist, gibt es Geschichten. Geschichte.

Es war einmal.


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